News Archiv - Schuljahr 2002/03


OÖ Rundschau, Donnerstag, 13. März 2003

Musikschüler ganz nach vorne gespielt

Foto: Chr. Fürst

ST. GEORGEN/GUSEN, MAUTHAUSEN, STEYREGG:  Ganz nach vorne gespielt haben sich Schüler der Musikschulen St. Georgen/Gusen, Steyregg und Mauthausen.

Einen zweiten Platz schafften Angela Appenzeller am Akkordeon (Steyregg), Philipp Aglas auf der Trompete (St. Georgen) und Johanna Pree und Katherina Metzbauer auf der Querflöte (beide aus Mathausen).

Dritte wurden Thomas Reisner auf der Klarinette (St. Georgen), Katherina Pointner und Carina Mikusch auf der Querflöte (St. Georgen) und Martin Etzelsdorfer auf der Klarinette (Mauthausen).


Oberösterreichische Nachrichten (Lokal), Mittwoch, 12. März 2003

Musikschüler helfen Flutopfer

Spielten für den guten Zweck auf.

In der Woche der offenen Tür waren Kinder und Eltern im Pfarrheim St. Georgen/G. zur Schnupperstunde der Landesmusikschule eingeladen. Vor fast 400 Gästen präsentierten die 100 Schüler und Lehrer das breite Programmangebot - vom Gesangsensemble, den "Geigenengerln" bis hin zu Hackbrett und Kirchenorgel, Ballett- und Jazzensemble sowie dem preisgekrönten Sound aus der Computer-Medienwerkstatt.

Zum Schluss der Veranstaltung übergab Musikschul-Direktor Christian Fürst den Vizebürgermeistern von St. Georgen und Langenstein, Ingrid Wallner und Robert Hofstadler, einen Scheck in der Höhe von 700 Euro für hochwassergeschädigte Familien. Der Betrag wurde von den Lehrern und Schülern in den vergangenen Monaten bei den verschiedenen Veranstaltungen der Musikschule hereingespielt.


Oberösterreichische Nachrichten (Kultur), Donnerstag, 6. März 2003

15-jährige Sieger-Komponistin heute in St. Georgen/G. zu hören

Von Irene Judmayer

Siegerin Christina Reisner (Foto: Fürst)

"Eigentlich steh ich ja auf die voll harte Richtung! Heavy Metal. Nirvana!" - so schaut´s aus. Allerdings hat die fünfzehnjährige Musikerin Christina Reisner aus St. Georgen an der Gusen mit ganz anderen Sounds einen oberösterreichischen Kompositionswettbewerb klar für sich entschieden: "Radio Beats" heißt ihre Komposition.

"Eine erfrischende, vorlaute, auf modischem Beat aufgebaute Collage aus verschiedensten Radioklängen, die in ihrer unbekümmerten Direktheit faszinierte". So stand es bereits in der OÖN-Kritik zu lesen. Vor einer Woche wurde "Radio Beats" nämlich bei der von ORF und oö. Komponistenbund veranstalteten zeitgenössischen Reihe "Neue Musik" im ORF-Landesstudio erstaufgeführt.

 

CD mit Mädchenband

Diese beiden Veranstalter hatten auch zum Wettbewerb "Klanglandschaften" aufgerufen, bei dem Reisner dann auf dem Siegerstockerl stand. Und zwar neben zwei weiteren Musikerinnen aus St. Georgen an der Gusen: Karin Haider (21) und Verena Foissner (21) belegten exaequo den zweiten Platz. Alle drei Komponistinnen sind Absolventinnen des Multimediaprojekts "Musik und Medien" an der Landesmusikschule St. Georgen/Gusen. Geleitet von Karl Fröhlich - den Linzer Musikern übrigens durch seine prägnanten Aufnahmen für die Produktion der Schallplatte "Linzer Szene für ein Rockhaus" (1982) noch bestens in Erinnerung.

Doch zurück zu Christina Reisner, die den OÖN aus ihrem Leben erzählt: "Angefangen hat´s mit dem Gitarrelernen, das war noch privat und ich bin dann später zum E-Bass gewechselt." Das Wort E-Bass leitet meistens direkt in eine Band-Karriere: "Ich hab schon früher in einer Band gespielt, die hat sich aufgelöst. Vor kurzem haben wir eine Mädchenband angefangen. Namen haben wir noch keinen."

Dieses Jahr soll die erste CD-Produktion kommen, aufgenommen wird in der Landesmusikschule St. Georgen/Gusen. Für Christina Reisner war das Angebot "Musik & Medien" der volle Hit: "Weil ich da frei alles machen kann, was mir gefällt. Ich kann experimentieren".

Dass sie gleich mit ihren ersten "Experimenten" gewinnen wird, kam für sie völlig überraschend: "Damit hab ich überhaupt nicht gerechnet!" Sie hat viel ausprobiert und aus dem dabei anfallenden Klangmaterial Dinge zusammengestellt "die passen könnten".

 

Heute in St. Georgen/Gusen

In Konzerte geht sie gerne, "eher so die Pop-Richtung", wobei sie, wie gesagt, zum Hören die härtere Linie bevorzugt. Christina ist in jenem Alter, das derzeit oft als "Starmania-Zielpublikum" zitiert wird. Auch sie hat die Casting-Show mitverfolgt: "Nicht regelmäßig, aber schon öfters." Interessiert hat sie dabei vor allem die Altenbergerin Christina Stürmer, denn "die wohnt in der Nähe von uns!" Außerdem haben die beiden Christinas Lieblingsspeisen: "Pizza und Gemüse".

Ein Lebensziel hat die junge Musikerin noch nicht verwirklich: "Bis jetzt war Musik ja nur mein Hobby", sagt die St. Georgnerin. "Doch jetzt sind schon Überlegungen da in Richtung Bruckner Konservatorium. Aber das lass ich mir noch offen!"

Wer sich für Christina Reisners Komposition interessiert: Heute, 17 Uhr, wird sie im Pfarrheim St. Georgen/Gusen präsentiert: Eine spritzige Erfrischungsdusche für die Lauscher.

 


Perger & Tips, Mittwoch, 5. März 2003

EU-Kulturaustausch

Projekt:Gemeinsame Kompositionen verbinden

Der erste Kontakt mit der italienischen und der französischen Partner-Musikschule ist bereits geknüpft.

ST. GEORGEN/GUSEN. Internationale Luft will die Landesmusikschule mit dem ersten EU-Musikschulprojekt Österreichs schnuppern. "European Musicschools Unison" - was übersetzt "Europäische Musikschulen im Einklang" bedeutet - will Italien, Frankreich, Ungarn und Österreich durch gemeinsame Kompositionen musikalisch verbinden.

Geplant ist - sobald das bei der EU eingereichte Projekt im Juni 2003 genehmigt wird - in den zwei Jahren des Kulturaustausches in jedem Land ein gemeinsames Konzert zu veranstalten. Außerdem wird es eine Musik-CD und eine Broschüre geben. Nach dem ersten Treffen im Februar in Italien ist Direktor Christian Fürst zuversichtlich, dass dieses Projekt genehmigt wird.


Perger Rundschau, Donnerstag, 20. Februar 2003

Musikschule: Hör-reinspaziert

Foto: Christian Fürst

ST. GEORGEN/GUSEN. Von Montag, 3., bis Freitag, 7. März, laden die Musikschulen St. Georgen/Gusen, Mauthausen, Ried und Steyregg zur Woche der offenen Tür ein. Unter dem Motto "Hör-reinspaziert" können die Besucher den Unterricht in allen Fächern besuchen. Die Stundenpläne werden ab 24. Februar an der jeweiligen Musikschule ausgehängt.

Die rund 30 Fächer und Instrumente werden außerdem in einer Schnupperstunde am Donnerstag, 6. März, um 17 Uhr im Pfarrheim St. Georgen/Gusen mit kleinen Hörbeispielen und einer kurzen Information vorgestellt. Den Kindern soll es damit leichter fallen, sich für ihr Instrument zu entscheiden.


Der ORF berichtete am 8.2.2003 in "Oberösterreich HEUTE" und in der "ZEIT IM BILD 1 - Kultur" über das ergreifende Gedenkkonzert in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Gestaltet wurden die Berichte durch den ORF-Redakteur Wolfgang Obermüller.


6.2.2003

Gedenkkonzert im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen 



Perger Rundschau, Donnerstag, 30. Jänner 2003

Gedenkkonzert soll Besucher wachrütteln

Karl Fröhlich: "Grenzen überschreiten". FOTO: PRIVAT

Mauthausen: Ein Gedenkkonzert veranstalten Schüler und Lehrer der Landesmusikschule Mauthausen und St. Georgen gemeinsam mit den Florianer Sängerknaben am 7. Februar um 19.30 Uhr in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

Am 2. Februar jährt sich zum 58. Mal der Jahrestag des Ausbruchs von rund 500 KZ-Häftlingen aus dem Konzentrationslager Mauthausen. Die Wiederergreifungsaktion, an der sich SS-Wachmannschaften, Hitler-Jugend, Volkssturm und Teile der Bevölkerung beteiligten, ging als "Mühlviertler Hasenjagd" in die Geschichte ein.

Aufgeführt wird beim Gedenkkonzert die "Mauthausen Kantate" von Mikis Theodorakis und die Multimedia-Komposition "Angst-Tod-Verzweiflung-Hoffnung" von Karl Fröhlich nach Texten von Opfern des NS-Regimes.

Der Steyregger Karl Fröhlich hat die Idee zu einer "Mauthausen Kantate" bereits 1999 gemeinsam mit der befreundeten Familie Kaufmann aus Mauthausen geboren.

Ursprünglich sollte die "Mauthausen Kantate" in Israel aufgeführt werden. Durch die Kriegswirren musste das Projekt abgesagt werden. Die "Mauthausen Kantate" beschreibt den Widerstand gegen das NS-Regimes. "Widerstand wurde auch innerhalb der Lagergemeinschaft geleistet", erklärt Karl Fröhlich. Der ehemalige KZ-Häftling Iakovas Kambanelis hat sich mit Gedichten und Versen dem Martyrium entgegengestellt. 


Zur Mühlviertler Hasenjagd:

"...Der Großteil lief auf dem gefrorenen Schnee barfuß. Es waren russische Offiziere, wie sich nachträglich herausstellte,...[...] Zum erstenmal wurde die Volkssturmkomp. bei der Verfolgung eingesetzt, deren Mannschaft sich teilweise bewährte. Besonders zeichnete sich der Gemischtwarenhändler Leopold B. aus, der 7 in den Gemeindearrest eingebrachte Häftlinge justifizierte. Schätzungsweise dürften im Dienstbereich bei 100 Flüchtlinge von SS und Volkssturm erschossen worden sein."
Aus der Chronik des Gendarmeriepostens Schwertberg zum 2.2.1945.

Presseberichte:


OÖN - Lokalnachrichten
Perger & Tips
OÖN - Was ist los

OÖ Nachrichten - Was ist los?, Freitag, 10. Jänner 2003

Konzert mit neuem Flügel

Neuer Konzertflügel, neue Spielleidenschaft, neue Freude - Foto: Christian Fürst

Der neue Yamaha-Konzertflügel, den die Landesmusikschule Mauthausen ihr Eigen nennt, wird am 18. Jänner erstmals öffentlich präsentiert. Die Musikschullehrer Veronika Gusenbauer, Friederike Kathan, Sang-Eun Hong und Birgit Hinterholzer werden das Klavier "bearbeiten" und dabei von Stephan Punderlitschek (Violoncello) und Alexandra Wall (Querflöte) unterstützt.

Das Klavierkammermusikkonzert besteht aus ausgesuchten Stücken und Werken von Brahms, Martino, Mendelssohn-Bartholdy sowie Beethoven.